Mara vom Salon
Boxerhündin  19.12.1977 – 06.06.1988

Als ich sieben Jahre alt war, zog Mara bei uns ein. Eine quirlige, lebensfrohe Boxerhündin voller Energie, die meine Liebe zu Hunden bereits in frühen Kindertagen prägte. Mit ihr begann eine Verbundenheit zu Hunden, die mich mein ganzes Leben begleiten sollte.

 

Meine Eltern waren sehr unbedarft und so durfte Mara auch mit uns Kindern im Wald spielen, was mal mehr, mal weniger gut funktionierte. Mara liebte es nämlich Ausflüge durchaus alleine zu machen; den Nachhauseweg fand sie immer. In unserer Wohngegend hatten ganz viele Haushalte einen Hund und irgendwie ist da keiner mit einem Hund zum Spaziergang aufgebrochen, vielmehr liefen alle frei herum. Damals glaubte man noch, dass ein Wurf für die Gesundheit einer Hündin wichtig sei, und so bekam auch Mara einmal Welpen. Rückblickend war vieles anders als heute – doch Mara bleibt für mich die erste Hündin, die einen bleibenden Platz in meinem Herzen hinterlassen hat.
 


Toto
Jack Russell Terrier  02.09.1990 – 17.06.1995

Toto war unser erster gemeinsamer Hund. Klein an Größe, aber groß im Charakter – ein Terrier durch und durch. Mutig, wachsam, temperamentvoll und immer mittendrin.

Er begleitete mich zuverlässig beim Reiten, war ein treuer kleiner Wächter und für jedes Abenteuer zu haben. Mit seinem lebhaften Wesen brachte er viel Freude in unseren Alltag und war ein fester Bestandteil unseres Lebens.

Durch einen tragischen Unfall mussten wir ihn viel zu früh gehen lassen. Die gemeinsame Zeit war kurz, doch die Erinnerungen an ihn sind bis heute lebendig geblieben.

 


Kira
Golden Retriever (Arbeitslinie)  30.05.1995 – 02.02.2009

Mit Kira begann ein ganz besonderer Abschnitt meines Lebens. Sie war anspruchsvoll in der Ausbildung, arbeitsfreudig, sensibel und eng mit ihrer Familie verbunden. Fremden Hunden gegenüber zeigte sie sich oft wenig tolerant, gleichzeitig besaß sie ein ausgeprägtes „Will to please“ und war mit großer Begeisterung bei jeder gemeinsamen Aufgabe dabei.

Kira war überall an meiner Seite und ebnete mir den Weg in den Hundesport. Durch sie entwickelte sich meine Leidenschaft für Ausbildung, Training und die intensive Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Sie war der Grund, weshalb ich mich im Verein engagierte und schließlich als Ausbildungswartin tätig wurde.

Gemeinsam erreichten wir zahlreiche Erfolge im Turnierhundesport auf Landes- und Bundesebene, darunter mehrere Saarlandmeistertitel sowie Titel bei Bundessiegerprüfungen bis hin zum Deutschen Meistertitel.

Für unsere mittlere Tochter Lina wurde Kira zum absoluten Seelenhund. Schon früh entstand zwischen den beiden eine außergewöhnlich enge Verbindung. Beide waren acht Jahre, als eine liebe Übungsleiterin begann, Lina und Kira gemeinsam auf Turniere vorzubereiten.

Was daraus entstand, war etwas ganz Besonderes: Lina und Kira schrieben gemeinsam ihre eigene kleine Geschichte. Im Geländelauf und Turnierhundesport erreichten die beiden mehrfach Landes- und Bundessiegertitel und wuchsen als Team über sich hinaus.

Kira war weit mehr als nur ein Sporthund. Sie war Wegbegleiterin, Lehrmeisterin und ein Hund, der unsere Familie tief geprägt hat. Ohne sie wäre vieles in unserem Leben vermutlich nie entstanden.

 

 

Baghira Salima Surrayya vom Kariba See "Saly"
Rhodesian Ridgeback  20.03.2003 – 26.04.2017

 

Sie, bzw. die Rasse und das was in Büchern beschrieben und unter Ausbildern berichtet wurde, waren der Hauptgrund warum ich 2003 die Ausbildung zur Fachfrau für Hundeerziehung und Kynotherapie gemacht habe. Ich habe bis heute großen Respekt vor dieser einzigartigen Rasse.

Saly war mein Seelenhund. Wir verstanden einander ohne Worte. Sie war temperamentvoll, sensibel, eigenständig, überlegen, sehr auf mich bezogen und von beeindruckender Charakterstärke. Sie begleitete mich mit großer Begeisterung im Turnierhundesport und Agility und später auch unsere jüngste Tochter, die mit viel Geduld und Feingefühl Saly überzeugen konnte mit ihr Agility zu machen. Conny präsentierte Saly erfolgreich auf Ausstellungen. Ebenso liebte Saly die Fährten- und Verlorensuche, bei der sie ihre feine Nase und ihre große Konzentrationsfähigkeit zeigen konnte. An Turnieren haben wir mit ihr nur wenig teilgenommen, weil der Zuchtgedanke vorrangig war.

Bis ins hohe Alter begleitete sie mich mit Freude in meine Hundeschule und unterstützte mich über viele Jahre souverän in Welpen-, Junghunde- und Freilaufgruppen. Mit ihrer klaren, ruhigen und präzisen hündischen Kommunikation lehrte sie mich mehr über das Ausdrucksverhalten von Hunden, als Worte und Bücher es je könnten.

Mit Saly erfüllte ich mir den Traum einer kleinen familiären Rhodesian Ridgeback-Zucht. Ihr erster Wurf fiel 2006, der zweite 2008. Sie legte damit den Grundstein für unsere Zucht und wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen behalten.


Nomalanga Mazunga Aimara Chipo
Rhodesian Ridgeback  07.07.2006 – 20.07.2018
 

Chipo wurde in unserem Kennel geboren und es war schnell klar, dass wir uns von Chipo niemals würden trennen können. So blieb sie bei uns – eine wunderschöne, stolze und sehr eigensinnige Ridgeback-Hündin mit einem starken Charakter und ganz eigenen Vorstellungen vom Leben.


Chipo war Linas Hund. Gemeinsam besuchten die beiden regelmäßig die Welpen- und Junghundeschule und wuchsen zu einem wunderbaren Team zusammen. Lina präsentierte sie erfolgreich auf Ausstellungen und war sehr stolz auf ihre elegante und ausdrucksstarke Hündin.

Den klassischen Hundesport teilte sie nur bedingt mit uns. Ihre große Leidenschaft galt vielmehr der Nasenarbeit und dem Verfolgen von Wildfährten. Durch sie begann ich, mich intensiv mit dem Thema Jagd, Fährtenarbeit und kontrollierter Nasenarbeit auseinanderzusetzen. Seminare und praktische Arbeit eröffneten uns gemeinsam einen neuen Weg, in dem Chipo ihre wahre Erfüllung fand.

Mit ihr hatten wir 2009 unseren C-Wurf. Chipo bleibt für uns unvergessen – als charakterstarke Hündin mit einer ganz besonderen Persönlichkeit.

 

Cheerful fire´s Crazy Boy "Ace"
Australian Shepherd  04.04.2011 – 03.04.2023

Ace machte seinem Namen alle Ehre – ein wahres Ass in allen Bereichen. Fröhlich, arbeitsfreudig, charmant und voller Lebensenergie bereicherte er unser Leben vom ersten Tag an.

Er war der große Wunsch unserer jüngsten Tochter Conny, die ihn bereits im Alter von 14 Jahren unter meiner Anleitung ausbildete und erfolgreich im Turnierhundesport sowie Geländelauf auf Landes- und Bundesebene führte. Gemeinsam erreichten die beiden zahlreiche Titel als Landesmeister und Deutsche Meister.


Sein großes „Will to please“ machte ihn zu einem außergewöhnlichen Familienhund. Ace liebte es mit Michael zum Joggen aufzubrechen, mich in meine Hundeschule zu begleiten um dort mit Begeisterung in der Flächensuche, Fährtenarbeit und beim Apportieren zu arbeiten, während Conny zusätzlich mit ihm Agility trainierte.


Auch auf Ausstellungen begeisterte Ace mit seinem offenen und fröhlichen Wesen. Ein Richter bezeichnete ihn einmal liebevoll als „Happy Showman“ – treffender hätte man ihn kaum beschreiben können. Ace brachte Menschen zum Lächeln, war immer gut gelaunt und gleichzeitig ein sensibler und unglaublich loyaler Begleiter.

 

Ace war ein toller Vertreter seiner Rasse. Er bestand 2013 uneingeschränkt die Zuchtzulassungsprüfung im CASD und wurde insgesamt 3 x Vater von insgesamt 20 Welpen. Er lebte hier in seinem Damenrudel wie ein kleiner Prinz und wusste sich immer zu benehmen.
 

Ace war vielseitig, klug und voller Lebensfreude – ein Hund, der unsere Familie auf ganz besondere Weise verbunden hat.

 

 

Cherful Fire’s Daily Surprise
Australian Shepherd (Leistungslinie)  20.03.2014 – 19.09.2025

Als ich Daily zum ersten Mal sah, waren es ihre Augen, die mich sofort fesselten. Gleichzeitig verrieten sie mir jedoch auch, dass hinter diesem feurigen Blick ein außergewöhnlicher Charakter stecken musste.

Vier Tage lang beobachtete ich sie bei ihrer Züchterin. Am Ende war es nicht ich, die überzeugt war – vielmehr musste die Züchterin mich davon überzeugen, Daily tatsächlich in unser damaliges Dreier-Rudel aufzunehmen. Ihren Namen erhielt sie von mir, denn ich hatte bereits eine Ahnung. Und es kam, wie es kommen musste: Ihr Name wurde Programm.

Daily war hochsensibel, intelligent, pfeilschnell in ihren Reaktionen und mit einer enormen Leistungsbereitschaft ausgestattet. Gleichzeitig besaß sie eine weiche, verschmuste und sehr feinfühlige Seite. Ihr funkelnder Blick spiegelte all das wider – Intensität, Wachsamkeit und eine ständige Bereitschaft, ihre Umwelt wahrzunehmen und zu hinterfragen.

Für den klassischen Hundesport war sie letztlich zu schnell, zu reizoffen und zu überdreht. Deshalb verlagerten wir unseren Schwerpunkt auf die Fährtenarbeit und die Arbeit in der Flächensuche, wo sie ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen konnte und deutlich mehr innere Ruhe fand.

Durch Daily begann ich mich noch intensiver mit dem Thema Stressregulation und körperlichem Wohlbefinden beim Hund auseinanderzusetzen. Ich besuchte Fortbildungen über Massagetechniken mit beruhigender Wirkung auf den Hundeorganismus und entschied mich schließlich dazu, mein Wissen durch die Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin weiter zu vertiefen.

Wie all meine Hunde begleitete auch Daily mich regelmäßig in die Hundeschule. In der innerartlichen Kommunikation zeigte sie sich äußerst klar und konsequent – manchmal so konsequent, dass sie scherzhaft den Spitznamen „Frau Rottenmeier“ erhielt. Sie ließ ihren Artgenossen wenig Raum für Unsicherheiten oder unangemessenes Verhalten und stellte dabei stets hohe Anforderungen an ihre Umwelt.

Daily lehrte mich auf besondere Weise, wie wichtig Konsequenz, Klarheit und Verlässlichkeit in der Hundeerziehung sind. Sie gehörte zu den Hunden, die niemals aufhören, Situationen zu hinterfragen und ihr Gegenüber aufmerksam zu lesen.

Alles, was wir gemeinsam erlebt haben, hier vollständig zu erzählen, wäre wohl buchfüllend. Dennoch möchte ich eines nicht unerwähnt lassen: Daily erlebte bereits in frühester Welpenzeit zwei für sie lebensbedrohliche Ereignisse, die sie vermutlich nachhaltig geprägt haben. In Kombination mit ihrer genetischen Veranlagung machte sie genau das zu diesem außergewöhnlichen Hund – intensiv, anspruchsvoll und gleichzeitig unglaublich besonders.

Der Aufbau gegenseitigen Vertrauens war für uns beide nicht immer einfach. Doch meine Erfahrungen, das Wissen geschätzter Trainerkollegen und unser gemeinsamer Weg ließen uns mit den Jahren zu einem außergewöhnlichen Team zusammenwachsen.

Am Ende verstanden wir uns ohne Worte.

Ich bin dankbar für alles, was wir miteinander erleben durften – und glücklich darüber, dass wir unseren gemeinsamen Weg gefunden haben.